KI-Hallenplanung: Die Zukunft der Messeveranstaltung
Der stille Wissensverlust
In vielen Messegesellschaften liegt das Wissen über optimale Standplatzierungen in den Köpfen weniger erfahrener Mitarbeiter. Sie wissen, welche Aussteller nicht nebeneinander stehen sollten, wo die Stromversorgung begrenzt ist und welche Hallenabschnitte für schwere Exponate geeignet sind.
Das Problem: Diese Wissensträger gehen in den Ruhestand. Und mit ihnen verschwindet jahrzehntelanges Know-how, das nirgends dokumentiert ist.
Wie KI-Hallenplanung funktioniert
Moderne KI-Systeme wie VisiFair SHOW lernen aus historischen Planungsdaten und den explizit erfassten Regeln erfahrener Planer. Der Prozess:
1. Wissensbasis aufbauen
Das System erfasst die Regeln und Präferenzen der Planer in strukturierter Form:
- Welche Ausstellerkategorien gehören thematisch zusammen?
- Welche Abstände müssen eingehalten werden?
- Wo gibt es technische Einschränkungen (Traglasten, Strom, Wasser)?
2. Varianten generieren
Auf Basis dieser Regeln und der aktuellen Aussteller-Anmeldungen erstellt die KI mehrere Planungsvarianten — nicht eine optimale Lösung, sondern Alternativen mit unterschiedlichen Schwerpunkten:
- Variante A: Maximale Flächenauslastung
- Variante B: Optimale thematische Gruppierung
- Variante C: Bestmögliche Berücksichtigung von Ausstellerwünschen
3. Finalisieren im Planungstool
Die gewählte Variante wird in maßstabsgetreue Planungstools wie Fair Designer oder Rubin überführt. Dort erfolgen die finalen Anpassungen durch die Planer.
Wissenstransfer statt Wissensersatz
Ein häufiges Missverständnis: Die KI ersetzt nicht den Hallenplaner. Sie externalisiert sein implizites Wissen in ein System, das auch von weniger erfahrenen Kolleginnen und Kollegen genutzt werden kann. Der erfahrene Planer bleibt der Experte — aber sein Wissen ist nicht mehr an eine einzelne Person gebunden.
Vorteile auf einen Blick
- Schnellere Reaktion auf kurzfristige Änderungen und Nachmeldungen
- Konsistente Qualität auch bei Personalwechsel
- Thematische Strukturierung für bessere Besuchererlebnisse
- Dokumentiertes Regelwerk als Grundlage für kontinuierliche Verbesserung